Sollte es ein verletzter Vogel sein, ist sofortiges Bringen oder bringen lassen erforderlich. Da die Vögel wahrscheinlich durch Mangelernährung schon ziemlich entkräftet sind, ist hier Eile geboten. Beim Einfangen eines verletzten Greifes oder einer Eule, rate ich (Frau Steffens von der Wildvogel-Pflegestation) ein Tuch, eine leichte Decke oder eine Jacke über den Vogel zu werfen, den Vogel ganz zu umfassen, dabei nicht in die Nähe der Fußkrallen zu kommen.
Danach legt man den Vogel (bitte niemals auf den Rücken legen!)in einen vorbereiteten Karton, in dem ausreichend Luftlöcher sind, und in den ein Tuch gelegt wurde. Karton zumachen und schnellstens in die Pflegestation, oder nach tel. Rücksprache mit mir (siehe unter Kontakt) unmittelbar zur Tierärztin Frau Dr. Mercier nach Mayen bringen.
Sie ist die Vogelspezialistin, die auch für uns alle Vögel medizinisch betreut und erforderliche Operationen durchführt. Eine Notversorgung in Abwesenheit der Tierärztin ist auch immer hier in der Station durchführbar.
Bei verlassenen Jungvögeln, wenn es sich um Singvögel handelt, sollte man ebenfalls sofort in die Station kommen, weil der Laie mit der Bestimmung der Vögel und entsprechender Futtergabe in der Regel überfordert ist. Es ist besser, die Leute geben nichts zu essen, als etwas Falsches. Das Gleich gilt für junge Greife und Eulen.
Da wird soviel Falsch gemacht, was später nicht wieder Gut zu machen ist. Also bitte keine Experimente!
Wildvögel gehören zum Transport generell nie in einen ausgedienten Vogelkäfig (Infektions- und Verletzungsgefahr!), immer alles in einem Karton oder in einer Katzentransportkiste bringen!